Ulrich Bücholdt

Bau- und Architekturhistoriker (magister artium)
Interessenschwerpunkte: Baugeschichte / Architekturgeschichte / Wirtschaftsgeschichte / Technikgeschichte


Die hier zusammengestellten Informationen fußen auf einem 1995 gedruckt veröffentlichten Tagungsbeitrag von Dr. Neidhardt Krauß sowie auf dem Beitrag in der Zeitschrift „Wohnungskunst“, Jahrgang 1916 – ergänzt um einige Internet-Fundstücke und naheliegende Fragestellungen bzw. Überlegungen. Eine 1994 an der Christian-Albrechts-Universität Kiel begonnene Dissertation über Korff ist bislang nicht als fertig gestellt oder veröffentlicht nachzuweisen.

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Paul Korff, Architekt in Laage (Mecklenburg) und Rostock
geb. 25.10.1875 in Laage
gest. 02.05.1945 in Laage (durch Selbstmord)

Ausbildung:

Technikum Neustadt (Glewe)

Mitgliedschaften:

Deutscher Werkbund (DWB) (seit mind. 1913), Bund Deutscher Architekten (BDA)

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Vita:...............Werk...............Literatur & Quellen...............Kontakt

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Paul Johannes Adolf Korff wurde als Sohn des Maurermeisters und Senators Friedrich Korff geboren. Amt bzw. Titel „Senator“ legen den Gedanken nahe, dass Friedrich Korff als selbstständiger Maurermeister, nach heutigem Sprachgebrauch also etwa als Bauunternehmer tätig war. Seine Fachausbildung erhielt Paul Korff am Technikum in Neustadt (Glewe). Um 1897 arbeitete er im Büro von Gotthilf Ludwig Möckel (1838-1915) in Bad Doberan. Für Möckel übernahm er die Bauleitung beim Bau der Trinitatiskirche in Hainichen (Sachsen), wo er vermutlich seine erste Ehefrau kennenlernte. (Maria Aloyse geb. Leonhard laut: <http://www.heimatverein-laage.de/...>)
Um 1900 machte er sich selbstständig und arbeitete zunächst in Sozietät mit Alfred Krause (* 1866, Schüler von Constantin Lipsius) (seinem Schwager, laut: <http://www.heimatverein-laage.de/...>) in Rostock und Laage, bevor er sich 1903 endgültig in seiner Vaterstadt Laage niederließ. Dass er zu diesem Zeitpunkt die Sozietät mit Alfred Krause aufgab, dürfte durch Baugesuchspläne aus dem Jahre 1909 widerlegt sein, die den Bürostempel „Korff & Krause“ tragen. <frdl. Mitteilung von Herrn Jörg Moll (2009)>

Während in Publikationen seine Entwürfe und seine ausgeführten Bauten namentlich gekennzeichnet sind – und damit seine persönliche Entwurfs-Urheberschaft dokumentiert ist –, lässt sich bis mindestens 1929 die Bezeichnung „Landhausbaubüro Laage“ nachweisen. (1916 findet sich allerdings die abweichende Nennung „Landbaubüro, Laage / Bromberg“.) Möglicherweise steht diese Bezeichnung (als Firma) für unternehmerische Aktivitäten Korffs, die ihm als Sohn eines Maurermeisters / Bauunternehmers durchaus nicht fremd gewesen sein dürften. Eine eindeutige Unterscheidung zwischen einer Tätigkeit als Generalunternehmer, Projektentwickler o.ä. (also eventuell einschließlich Ankauf von Grundstücken und Verkauf bezugsfertiger Häuser) einerseits und der nicht gewerblichen Arbeit des freiberuflichen Architekten (als beauftragter Treuhänder des Bauherrn) andererseits war wohl nicht zuletzt aus juristischen und steuerlichen Gründen empfehlenswert, auch der Bund Deutscher Architekten (BDA) beobachtete solche unternehmerischen Aktivitäten seiner Mitglieder kritisch. Zu dieser Überlegung passt auch, dass sich Korffs bislang bekanntes Œuvre ja keinesfalls auf die in dem Firmennamen angesprochenen Landhäuser oder damit eng verwandte Bauaufgaben beschränkt, und dass offenbar auch das Büro bzw. die Firma „Korff & Krause“ parallel dazu bis mindestens 1909 bestand.

Außerdem arbeitete Korff zwischen 1912 und 1916, vermutlich auch darüber hinaus, mit dem Architekten Heinrich Rischpler in Bromberg [heute: Bydgoszcz, Polen] zusammen. Für den Standort Bromberg sind allerdings bislang keine Bauten dieser Arbeitsgemeinschaft bekannt.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurden weite Teile Ostpreußens von der Armee des russischen Zaren in heftigen Kämpfen erobert und dabei stark zerstört. Nachdem die russischen Truppen wieder von dort vertrieben worden waren, begann mitten im Krieg ein umfangreiches Wiederaufbauprogramm. Das dünn besiedelte, ländlich geprägte Ostpreußen galt offenbar vielen als architektonische Diaspora; beim Wiederaufbau sollte die gestalterische Qualität (allerdings im Sinne landschaftstypischen Bauens) eine wichtige Rolle spielen. Architekten aus ganz Deutschland kamen nach Ostpreußen, während in ihrer Heimatregion das Bauwesen kriegsbedingt darniederlag. Zu den bekannteren zählen z.B. Heinz Stoffregen (tätig in Gerdauen = Zeleznodoroznyj), Bruno Möhring (tätig in Rastenburg = Ketrzyn und Juwendt), Fritz Schopohl (tätig in Goldap) und Kurt Frick (tätig in Stallupönen = Ebenrode = Nesterov). Auch Korff hatte – offenbar in Gemeinschaft mit Rischpler – Anteil am Wiederaufbau, wie bzw. wo genau er tätig war und welche Bauten entstanden, ist bislang nicht bekannt. Zu denken wäre hier etwa an Marggrabowa (= Olecko), wo schon 1913 ein Geschäftshaus entstanden war. Durch Abbildungen gesichert sind lediglich diverse Möbelentwürfe, die in den Bildunterschriften bezeichnet werden als „Mecklenburger Ostpreußenmöbel“ und einmal etwas genauer als „Möbel für Ostpreußen des Mecklenburgischen Tischler-Innungsverbandes“ mit dem Zusatz: „kommen in Königsberg zur Ausstellung“. An gleicher Stelle finden sich zwei Entwurfszeichnungen für Innenräume ländlich geprägter Bauten in Ostpreußen.

Von 1920 bis 1932 arbeitete Dipl.-Ing. Hermann Gätjen in Korffs Büro, er galt der Überlieferung nach als versierter Techniker, heiratete Korffs älteste Tochter und gründete nach seinem Ausscheiden eine Bauunternehmung in Laage. Gätjen war allerdings bereits 1929 Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA), was gegen eine Tätigkeit im Angestelltenverhältnis zu diesem Zeitpunkt spricht.

Korff scheint unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise seine Berufstätigkeit stark eingeschränkt zu haben. Die Büroräume wurden umgenutzt, und 1941 oder 1942 verkaufte er schließlich sein eigenes Wohnhaus und setzte sich kleiner. Allerdings ist auch von seinem Sohn Leonhard Korff als „Nachfolger“ die Rede. (laut: <http://www.heimatverein-laage.de/...>)

Bei Kriegsende, kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee, wählten der 69jährige Paul Korff und seine zweite Frau den gemeinsamen Freitod. In den Wirren dieser Tage waren viele Tote zu bestatten, und so fanden beide ihre letzte Ruhestätte nicht in der Korff'schen Familiengruft, sondern in einem anonymen Gemeinschaftsgrab.

Text: © 2003-2010 by Ulrich Bücholdt

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Werk:

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Die im Aufsatz von Neidhardt Krauß (i.F.k. <Kr95>) wiedergegebenen, von Korff zusammengestellten Werklisten benennen lediglich Standorte und Bauherren; es mangelt dabei oft an Eindeutigkeit, an einigen Punkten liegt der Verdacht auf Schreibfehler (bzw. Druckfehler) in der Originalvorlage nahe. Nur eine der Listen weist zusätzlich Datierungen auf, genaue Art und Umfang der Projekte sind meist nicht annähernd zu erschließen. Aus diesen Gründen habe ich diesen Listen nur besonders wichtige oder interessante Nennungen für die folgende Aufstellung entnommen.
Etwas ergiebiger ist der Beitrag im Jahrgang 1916 der Zeitschrift „Wohnungskunst“ (i.F.k. <Wk16>).
Aus den Entstehungsjahren von Liste und Beitrag resultiert zwangsläufig das Ungleichgewicht der Aufstellung, die bis jetzt nur wenige Bauten aus den Jahren nach 1920 aufweist.

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1901 / 1902: Krankenhaus in Laage
Datierung 1902 laut: <http://www.stadt-laage.de/...>, eingeweiht am 09.04.1901 laut: <http://www.heimatverein-laage.de/...>
1902: Hotel „Stadt Hamburg“ in Waren (Müritz)
<Wk16>
1903: Verlagshaus des „Rostocker Anzeigers“ in Rostock
<Wk16>
1903: Gutshaus / Herrenhaus in Stubbendorf (Meckl.)
<Kr95>
1903: Schloss / Gutshaus / Herrenhaus in Badow (Meckl.)
<Kr95>
1903: Klubhaus des Mecklenburgischen Yachtklubs in Rostock
<frdl. Hinweis von Herrn Rene Wollenhaupt (2009)>, Abbildung: <http://www.mycr.de>
1905: Hotel „Zur Goldenen Kugel“ in Neubrandenburg
<Wk16>
1905: Wohnhaus / Gutshaus für Familie Wenck in Groß Vielen (Meckl.)
<Kr95>
1905-1907: Schloss / Arbeiterhäuser / Inspektorhaus für Familie von Mackensen in Wendorf (Meckl.)
<Deutsche Bauhütte 1907> <Kr95>, Datierung nach: <http://www.heimatverein-laage.de/...>
1907: Wohnhaus mit Atelier Paul Korff in Laage
<Kr95> <Hinweis: http://www.heimatverein-laage.de/...>
1907: Wohnhaus Habicht in Laage
<Hinweis: http://www.heimatverein-laage.de/...>
1907: Wettbewerbsentwurf „Binah Vullbuer“ [Beinahe Vollbauer] für ein kleinbäuerliches Gehöft (lobende Anerkennung)
<Architektonische Konkurrenzen II/6 (1907)>
1907: Wettbewerbsentwurf „Alles unner ein Dack“ für ein kleinbäuerliches Gehöft (lobende Anerkennung)
<Architektonische Konkurrenzen II/6 (1907)>
1908: Wohn- und Geschäftshaus „in einer mecklenburgischen Kleinstadt“
<Wk16>
1908: Herrenhaus auf Gut Zarnekow (Meckl.)
<Kr95>
1908-1909: Rostocker Bank in Rostock
<Wk16>
1909: Wettbewerbsentwurf für das Kurhaus in Warnemünde (ein 2. Preis, nicht ausgeführt)
1909: Kurhotel in Schwerin-Zippendorf
<frdl. Mitteilung von Herrn Jörg Moll (2009)>
1909: Wohnhaus für Gustav Zeeck in Rostock (D)
<Wk16>
1909: Sommerhaus für Sanitätsrat Dr. Scheven in Warnemünde
<Haenel / Tscharmann Bd. II>
1909: Sommerhaus für Rechtsanwalt Kiesow in Warnemünde
<Wk16>
1910: Herrenhaus auf Gut Büttelkow für den Bankier Ballin (aus Oldenburg) in Büttelkow (Meckl.)
<Kr95>
1910: Schloss / Herrenhaus in Wichmannsdorf (Meckl.)
<Kr95>
1910: Kleinhaus (-Siedlung?) in Fürstenberg (Meckl.)
<Wk16>
1910: Textilkaufhaus Gustav Zeeck in Rostock
<Wk16>
1910: Herrenhaus auf Gut Barz bei Großen Luckow (Meckl.)
<Kr95>, Datierung nach: <www.burgeninventar.de/...>
1910: Umbau des Gebäudes der Mecklenburgischen Handelskammer zu Rostock
Hinweis: <http://www.rostock.ihk24.de/...>
1910 in Planung: Landhaus „Monrepos“ für Miss Arminson in Neuwied
<Haenel / Tscharmann Bd. II>
1911 Umbau des Gutshauses in Pötenitz (Meckl.)
<Kr95>
1911-1912: Neubau des Haupttraktes von Schloss Bellin (Meckl.) für den Reeder Henry B. Sloman (Hamburg)
<Kr95>
1911-1912: Herrenhaus auf Gut Hasenwinkel bei Neukloster (Meckl.) für Wladimir Schmids / Schmitz
<Wk16> <Kr95>
Hinweis und Abbildung: <http://www.gutshaeuser.de/...>
1911-1912: Schloss / Herrenhaus auf Gut Lübzin (Meckl.)
<Kr95>
1912: Wohnhaus Haackert in Güstrow
<Wk16>
Standort am Bahnhof laut: <http://katholische-kirche-guestrow.de/f.htm>
1912: Landhaus Dr. Heilmann in Güstrow
<Wk16>
Standort Plauer Chaussee, genannt Haus „Heilmannshöh“ laut: <http://katholische-kirche-guestrow.de/f.htm>
1912: Herrenhaus auf Gut Timkenberg bzw. Groß Timkenberg (Meckl.)
<Wk16> <Kr95>
1912: Wohnhaus in Magdeburg bzw. Haus Magdeburg in Güstrow (?)
<Wk16> (Abbildung, nach Bildunterschrift Magdeburg als Ort interpretierbar) <http://www.heimatverein-laage.de/...> (Bauherr Magdeburg, Standort Güstrow)
1912: Herrenhaus auf Gut Moisall (Meckl.) für Gutsbesitzer Klotz
<Kr95>
Hinweis und Abbildung: <http://www.gutshaeuser.de/...>

1912 (?): Wohnhaus für Dr. Hermann Werbeck in Rostock
<Wk16>
1912-1913: Herrenhaus auf Schloss Mentin bei Parchim für Wanda und Arthur Poensgen (aus Düsseldorf), nach 1916 im Besitz der Familie Neuerburg
<Wk16> <frdl. Hinweis von Herrn Tobias A. Poensgen (2008)>
1912-1913: Wohnhaus „Haus Siegfried“ in Schwerin, Schloßgartenallee
<Wk16>
1912-1913: Schloss / Herrenhaus auf Gut Lehnenhof bei Neubukow (Meckl.)
<Kr95>
vor 1912: Landhaus in Beckerwitz (Ostsee)
<Kr95>
vor 1912: Schloss (bzw. Gut) Hülseburg (Meckl.)
<Kr95>
1913: Geschäftshaus Gebrüder Marthienssen in Güstrow
<Wk16>
1913: Geschäftshaus Lutzky in Marggrabowa = Treuburg (Ostpreußen) = Olecko (Polen)
<Wk16>
1913: Geschäftshaus Bleiss in Waren (Müritz)
<Wk16>
1913-1914: Textilkaufhaus Gustav Zeeck in Kolberg (Pommern) = Kolobrzeg (Polen)
<Wk16>
1913-1914: Wohnhaus Gustav Fischer in Rostock
<Wk16>
1914: Umbau des Kaufhauses Nathan in Krakow am See
<Wk16>
1945 durch Brand zerstört, nur Erdgeschoss wieder aufgebaut <frdl. Hinweis von Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Geistert, Krakow (2010)>
1914: Geschäftshaus C. Lehment in Rostock
<Wk16>
1914: Blücher-Denkmal in Laage
eingeweiht am 28.05.1914 laut: <http://www.heimatverein-laage.de/...>
vor 1915 (?): Kaufhaus Schlüter in Rostock
1915: Umbau Geschäftshaus Speiser (Schelten) in Rostock
<Wk16>
vor 1916: Verwaltungsgebäude Böckmann & Co. in Güstrow
<Wk16>
Standort Neue Straße, 2005 durch Brand zerstört laut: <http://katholische-kirche-guestrow.de/f.htm>
vor 1916: Wohnhaus Prof. Winterstein in Rostock
<Wk16>
1916...1922: Textilkaufhaus Gustav Zeeck in Köslin (Pommern) = Koszalin (Polen)
<Wk16>
1918...1920: Wiederaufbau von Schloss Vollrathsruhe (Meckl.) für Familie von Tiele-Winckler
<Kr95>
vor 1920 (?): „Ausbau“ (?) des Schlosses (der Familie von Osten bzw. von Bismarck-Osten?) in Plathe (Pommern) = Płoty (Polen)
vor 1920 (?): Schloss Speck (Pommern) = ?
(für die preußische Provinz Pommern sind zwei Landgemeinden namens „Speck“ nachweisbar, eine im Kreis Lauenburg und eine im Kreis Naugard)
vor 1923: Verwaltungsgebäude der Neptun-Werft in Rostock
Abbildung: <http://www.ews-rostock.de/...>
1925: Wasserturm in Laage
Hinweis: <http://www.heimatverein-laage.de/...>
1927: Wiederaufbau des Rathauses in Malchin (Meckl.)
1927: Gefallenen-Ehrenmal in Teterow
1927/1928: Umbau des Gebäudes Neue Wallstraße 1 in Rostock für die Mecklenburgische Handelskammer zu Rostock
Hinweis: <http://www.rostock.ihk24.de/...>
1928-1929: katholische Kirche St. Mariae Himmelfahrt in Güstrow (mit Zollinger-Lamellendach), in Zusammenarbeit mit Architekt Anton Berger (Güstrow)
<Internetseite der Kirchengemeinde>
1930er Jahre: Umbau des Geschäftshauses der Mineralwasserfabrik Kempgens & Co. („Friedrich-Franz-Brunnen“) in Rostock
Hinweis und Abbildung: <http://www.mv-terra-incognita.de>

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(alle externen Links auf dieser Seite zuletzt verifiziert am 10.02.2010)
(Bitte beachten Sie auch meine Erklärung zum Haftungsausschluss!)

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Anmerkungen zu den Bauherren in der Korff'schen Liste, die bei Neidhardt Krauß wiedergegeben ist:
„Baronin von Langen-Dresden“: Vermutlich ist Baroness von Langen aus Dresden gemeint.
„Henry Sloman-Hamburg“: Gemeint ist der Hamburger Kaufmann und Reeder Henry Brarens Sloman (Reederei Robert M. Sloman), Salpeter-Importeur und Bauherr des bekannten „Chile-Hauses“ in Hamburg (1922-1924 von Fritz Höger).
„Wladimir Schmids“ wird an anderer Stelle „Schmitz“ geschrieben und als „Diplomat“ bezeichnet.
„von Schinkel-Hamburg“: Vermutlich ist gemeint der Hamburger Bankier Max von Schinckel (1849-1938), evt. dessen Sohn Joachim von Schinckel (1895-1976).
Zu den (preußisch-) klangvollen Namen in dieser Liste gehören auch:
Schlieffen, Bülow, Blücher, Oertzen, Waldersee, Maltzan, Häseler, Tiele-Winckler, Mackensen und Bassewitz.

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Text: © 2003-2010 by Ulrich Bücholdt
 

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Literatur:

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Krauß, Neidhardt:
Die Schloßbauten des Paul Korff in Mecklenburg und Vorpommern.
(S. 242-247) in:
Lichtnau, Bernfried (Hrsg.):
Architektur in Mecklenburg und Vorpommern 1800-1950.
Publikation der Beiträge zur kunsthistorischen Tagung, veranstaltet vom Caspar-David-Friedrich-Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, 2. bis 4. Februar 1995.
Greifswald: Steinbecker Verlag Dr. Ulrich Rose, 1995.
ISBN 3-931483-02-9
Dort sind weitere Literaturangaben zu finden, an dieser Stelle daraus nur der Hinweis auf Beiträge in den Zeitschriften:
- Wohnungskunst 4.1912,
- Moderne Bauformen 12.1913,
- Deutsche Landwirtschaftliche Presse 51.1924.

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Interessengemeinschaft Bau- und Kunstdenkmale et al. (Hrsg.):
Paul Korffs Wirken für Rostock.
Rostock, 1995.

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„Dt“ (= Dietert-Dembrowski, Friedrich?):
Vom Geschäftsgebäude zum Landhaus.
Zu den Arbeiten der Architekten Paul Korff - Laage i.M. und Heinrich Rischpler - Bromberg.
in:
Wohnungskunst 8.1916 (April 1916), S. 95ff.
Text S. 95/96, 45 Abbildungen S. 96-122, 5 Abbildungen im Anzeigenteil (n. pag.)

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In der vorstehenden Veröffentlichung wird verwiesen auf einen Beitrag über Möbelentwürfe Korffs in der Zeitschrift:
„Ostmärkische Kultur. Zeitschrift für die gesamten Kulturinteressen der Ostprovinzen. Organ des Deutschen Heimatbundes für den Osten.“
herausgegeben von Friedrich Dietert-Dembowski bei der E. R. Laurig Verlagsgesellschaft in Berlin. Jahrgang, Ausgabe oder Umfang sind dort nicht angegeben.

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Zwei Abbildungen des Hauses Korff in Laage finden sich in:
Ehmig, Paul:
Das deutsche Haus. Sechs Bücher über Entwicklung, Bedingungen, Anlage, Aufbau, Einrichtung und Innenraum.
Berlin: Wasmuth, 1914-1922.
(Band II, S. 207)

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Abbildungen der Arbeiterwohnhäuser und des Inspektorenhauses auf Rittergut Wendorf (Meckl.) in:
Deutsche Bauhütte 11.1907, Nr. 13 (28.03.1907), S. 106 u. 108

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Paul Korff ist außerdem im Künstlerlexikon Thieme / Becker verzeichnet (im 1927 erschienenen Band 21).

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Für weitere Informationen zu einzelnen Bauten danke ich:
- Frau Ingeburg und Herrn Jürgen Lange,
- Herrn Tobias A. Poensgen,
- Herrn Rene Wollenhaupt (Schriftführer des Mecklenburgischen Yachtclubs Rostock),
- Herrn Jörg Moll (Stadtgeschichts- und -museumsverein Schwerin e.V. / Stadtarchiv Schwerin),
- Herrn Rüdiger Jordan.

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Kontakt:
Ihre Fragen, Hinweise und Anregungen zu Person und Werk von Paul Korff mailen Sie bitte an: ub@kmkbuecholdt.de

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