Thema dieser Seite: die „Gesolei“ Düsseldorf 1926 und ihre Bauten

                                                                 Ulrich Bücholdt

Bau- und Architekturhistoriker (magister artium)
Interessenschwerpunkte: Baugeschichte / Architekturgeschichte / Wirtschaftsgeschichte / Technikgeschichte

Die hier online gestellten Informationen und Anmerkungen sind Ergebnisse der Vorrecherche eines für 2001 konzipierten, letztlich aber leider nicht realisierten Ausstellungsprojektes. Aktuelle fremde Vorhaben zu dieser Thematik sind mir nicht bekannt.

Große Ausstellung für Gesundheit, soziale Fürsorge und Leibesübungen Düsseldorf 1926 – „Gesolei“
(08.05. bis 15.10.1926)
rund 7.500.000 verkaufte Eintrittskarten (plus ca. 50.000 Dauerkarten)

Bauwerk

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Architekt/en und andere Beteiligte

1.) sogenannte Dauerbauten
(bis heute mehr oder weniger vollständig erhalten)

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„Rheinhalle“ (Planetarium)
(heute „Tonhalle“, eigentlich richtiger „Neue Tonhalle“)

Wilhelm Kreis (Düsseldorf / Dresden)

Museumsbau 1
(späteres Reichsmuseum „Volk und Wirtschaft“, heute „NRW-Forum“)

006017

Wilhelm Kreis (Düsseldorf / Dresden)

Museumsbau 2
(Kunstmuseum)

Wilhelm Kreis (Düsseldorf / Dresden)

Umbau des Ausstellungspalastes
(neue Fassaden des Altbaus, neue Seitenflügel und Umbau der Kuppel)

Wilhelm Kreis (Düsseldorf / Dresden)

Café-Restaurant „Rheinterrassen“

Wilhelm Kreis (Düsseldorf / Dresden)

2.) weitere, temporäre Bauten
(nach dem Ende der Ausstellung abgebaut bzw. abgebrochen)

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Haupteingang

Wilhelm Kreis (Düsseldorf / Dresden)

Hallenkomplex (84a-c?) mit Ladenstraße („Sporthalle“) (?)
(am Festplatz)

Eduard Lyonel Wehner (Düsseldorf)

nördlicher Hallenkomplex (?)
(am Festplatz)

006363

Otto Engler (Düsseldorf) /
Hermann Schagen (Düsseldorf)

südlicher Hallenkomplex (?)
(am Festplatz)

006364

Gotthold Nestler (Düsseldorf)

Halle 9

006808

Gustav August Munzer (Düsseldorf)

Halle 19/20

006809

Stadtbaurat Hans Freese (Düsseldorf)

Halle 28

009976

Hans Tietmann und Karl Haake (Düsseldorf)

Halle 61/62

006810

Stadtbaurat Hans Freese (Düsseldorf)

Halle für Nahrungsmittel (?)

021595

Curt Gabriel (Düsseldorf)

Hauptrestaurant

Hans Tietmann und Karl Haake (Düsseldorf)

„Rheinpalast“ (Tanzlokal)

006367

Hans Tietmann und Karl Haake (Düsseldorf)

Café-Konditorei
Düsseldorfer Konditoren-Innung

000319

Eduard Lyonel Wehner (Düsseldorf)

Reformgaststätte „Im grünen Winkel“

006352

Ernst Hoppe (?)

Österreichisches Haus

006353

Baurat Michael bzw. Michaelk (?) (Wien)

Haus der Stadt Düsseldorf

000316

Fritz Becker und Erich Kutzner (Düsseldorf)

„Feuerwehrturm“
(Stadt Düsseldorf)

Stadtbaurat Hans Freese (Düsseldorf)

Pavillon des ADGB
Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund (ADGB)

000315

Max Taut mit Franz Hoffmann (Berlin)

„Haus der Jugend“

000321

Ludwig Schmalhorst und Wilhelm Mohr (Düsseldorf)

Jugendherberge

006354

Ernst Stahl (Düsseldorf)

Ausstellungsgebäude Henkel
Fa. Henkel & Cie. GmbH, Düsseldorf

Walter Furthmann (Düsseldorf)

Ausstellungsgebäude Girardet
Verlag Girardet

001271

?

Ausstellungsgebäude „Ruhrkohle“
Rheinisch-Westfälisches Kohlensyndikat (RWKS), Essen

006357

Ackermann (Düsseldorf)

„Haus des Arztes“

006358

Ackermann (Düsseldorf)

„Pavillon der deutschen Bäder“ / „Bäder-Pavillon“

006365

Ackermann (Düsseldorf)

Haus der Sonderausstellung
„Hygiene der Juden“

015635

Hugo Bobrek (Düsseldorf)

Wellenbad (Hallenbad)
(genannt „Planschetarium“)
(evt. Fa. Undosa, Dresden?)

?

Siedlungskapelle

Peter Dierichsweiler (Düsseldorf)

„Haus des Malers“
(auch: „Haus eines verheirateten Malers“)

Eduard Lyonel Wehner (Düsseldorf)
(Interieurs von anderer Hand)

„Haus des Bildhauers“

Peter Behrens (Wien)

„Haus des geistigen Arbeiters“

006362

Fritz Becker und Erich Kutzner (Düsseldorf)

„Haus für den Mittelstand“

006361

Emilie Winkelmann (Berlin)

„Haus eines Arbeiters in der Vorstadt“
(auch: „Siedlerhaus“, „Versuchshaus“, „Stahlbau-Versuchshaus“)

010612

Hans Spiegel (Düsseldorf)

Halle des Deutschen Brauerbundes
Deutscher Brauerbund e.V.

006355

Gustav August Munzer (Düsseldorf)

Reisebüro der Leonhard Tietz AG / Ausstellungspostamt / Bankfiliale

001233

Wilhelm Brink (Düsseldorf)
Interieur von Ernst Aufseeser (Düsseldorf)

Pavillon der Schlegel-Brauerei
Schlegel-Scharpenseel-Brauerei AG, Bochum

001426

Heinrich Schmiedeknecht (Bochum)

Pavillon der König-Brauerei
König-Brauerei AG, Duisburg-Beeck

000000

?

Weinhaus „Kakadu“
(„Der rote Kakadu“?)

006371

Hans Tietmann und Karl Haake (Düsseldorf)

„Eispavillon“

006366

Ernst Huhn (Düsseldorf)

Verkaufspavillon „Westindische Bananen“

006368

Gotthold Nestler (Düsseldorf)

„Milch- und Kakaostube“

006369

Gotthold Nestler (Düsseldorf)

Café Konditorei Waffelbäckerei (Eberhard?)

006370

Gotthold Nestler (Düsseldorf)

„Hirschwald-Bücherhaus“
Hirschwald'sche Buchhandlung, Berlin

006359

Hermann vom Endt (Düsseldorf)

Literaturkiosk Stilke
Buchhandlung Hermann Stilke, Berlin

025126

Eduard Lyonel Wehner (Düsseldorf)

Pavillon „Johann Maria Farina“
Parfümeriewarenfabrik Dr. Eicken & Co., Köln (?)

014926

Hans Tietmann und Karl Haake (Düsseldorf)

„Vasenol-Kinderheim“

Eduard Lyonel Wehner (Düsseldorf) (?)
nach <Wiener 2001>: Ackermann (Düsseldorf)

Pavillon der Arbeitsgemeinschaft für deutsche Handwerkskultur

021594

?

Pavillon der Heilsarmee

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Ackermann (Düsseldorf)

Pavillon der Studentenhilfe

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Ackermann (Düsseldorf)

Ausstellung der Stadt Wiesbaden
(Ausstellungsstand bzw. Ausstellungsraum
in der Halle 117 „Haus der deutschen Bäder“)

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Kurt Hoppe (Wiesbaden)
Figuren von A. Hensler, Malereien von H. Völcker,
Ornamentik von A. Hopff

...

alle Abbildungen als
Bildzitate nach
historischen Ansichtskarten
in der Slg. Bücholdt

...

Stand: 25.02.2009

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Anmerkungen:

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– Architekt Ackermann (Hans Ackermann bzw. Karl Ackermann)
Bei <Wiener 2001> ist im Architektenverzeichnis ein Regierungsbaumeister Hans Ackermann (1901-1938), „Sohn eines Landschaftsmalers“, als Mitarbeiter der „Bildnereiabteilung“ der Gesolei und Entwerfer verschiedener Ausstellungsbauten angegeben (ohne Nennung von Quellen oder Belegen).
In verschiedenen Architektenverzeichnissen der Zeit lässt sich jedoch lediglich 1931 ein Dipl.-Ing. Hans Ackermann, „Architekt und Bauingenieur“ in Hagen (Westf.) nachweisen. Für Düsseldorf dagegen wird ein Architekt Regierungsbaumeister Karl Ackermann unter derselben Adresse wie der Landschaftsmaler Otto Ackermann (geb. 1872) aufgeführt.

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Jugendherberge / „Haus der Jugend“
Möglicherweise haben einzelne Autoren bereits 1926 diese beiden Objekte miteinander verwechselt, selbst die Beschriftung der zeitgenössischen Ansichtskarten scheint darauf hinzudeuten. Die Jugendherberge ist nach einer solchen Beschriftung zur Wiederverwendung in oder bei Adenau (Eifel) vorgesehen gewesen.

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Außer diesem Fall wirft auch die alternierende Nennung von Wehner und Ackermann für das „Vasenol-Kinderheim“ die Frage nach einer möglichen Arbeitsteilung (Entwurf / Ausführung) unter verschiedenen Architekten bzw. Architekturbüros auf, die eventuell auch zu widersprüchlichen Urheberschafts-Angaben geführt haben könnte.

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Text: © 2003-2008 by Ulrich Bücholdt

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Quellen und Literatur:
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[diverse bibliographisch nicht eindeutig fassbare Prospekte, Broschüren und Faltblätter des Jahres 1926]

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[diverse historische Ansichtskarten mit aufgedruckten Angaben zu den darauf abgebildeten Bauten]

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Deutsche Bauzeitung 60.1926, Nr. 76 (22.09.1926)

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Klapheck, Richard / Kreis, Wilhelm / Meyer, Robert (Hrsg.):
Dokument deutscher Kunst Düsseldorf 1926.
Anlage, Bauten und Raumgestaltungen der Gesolei.
Düsseldorf: L. Schwann, 1927.

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Kreutz, Ellen:
Messe, Baukunst, Stadtentwicklung. Ausstellungsarchitektur in Düsseldorf 1880-2004.
München, Düsseldorf: Econ, 1998.
ISBN 3-430-15671-8

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<Wiener 2001>
Wiener, Jürgen (Hrsg.):
Die Gesolei und die Architektur der Zwanziger Jahre.
Köln: J. P. Bachem, 2001.
ISBN 3-7616-1445-4

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(wird ergänzt)

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Kontakt:
Ihre Fragen, Hinweise und Anregungen mailen Sie bitte an: ub@kmkbuecholdt.de

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