Thema dieser Seite ist der Architekt Fritz Klingholz (1861-1921), Informationen zu Biografie und Werk

                                                                 Ulrich Bücholdt

Bau- und Architekturhistoriker (magister artium)
Interessenschwerpunkte: Baugeschichte / Architekturgeschichte / Wirtschaftsgeschichte / Technikgeschichte


Fritz Klingholz gehört zu den Architekten, deren Schaffen schwer fassbar ist, weil sie in der "Grauzone" der staatlichen Hochbauverwaltung arbeiteten. Welcher Mitarbeiter (unabhängig vom Dienstrang) welchen Entwurfsgedanken einbrachte, einen wie großen Anteil er an der architektonischen Gestaltung hatte, ist ein ganzes Jahrhundert später wohl nur in Ausnahmefällen (z.B. Wettbewerbsentwürfe) genauer zu klären.
Da Fritz Klingholz glücklicherweise historisch interessierte Nachkommen hat, die online an ihn erinnern – der entsprechende Link findet sich weiter unten – ist diese Seite betont knapp gehalten.
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Fritz Klingholz [Friedrich Klingholz]
Prof., Dr.-Ing. E.h., Architekt im preußischen Staatsdienst und Hochschullehrer
geb. 21.10.1861 in (Wuppertal-) Barmen
gest. 23.01.1921 in Berlin

Ausbildung:
Technische Hochschule Stuttgart (1880-1882),
Technische Hochschule (Berlin-) Charlottenburg (1882-1884)

Vita: ...............Werk...............Literatur & Quellen ...............Kontakt

Über Fritz Klingholz informiert folgende Internetseite:
(Achtung, externer Link!)

http://www.klingholz.homepage.t-online.de/Pages/FritzKlingholzsen.html

 
Ergänzend zu den dort gemachten Angaben sei hier nur folgendes erwähnt:

- Klingholz' Mitarbeit beim Bau des Hauptbahnhofs in Düsseldorf endet anscheinend erst bei dessen Fertigstellung 1893, während aber das Empfangsgebäude als architektonisches Kernstück des Projektes im Bau ist (1891-1893, Geheimer Baurat Roßkothen), legt er Anfang 1892 das 2. Staatsexamen ab und unternimmt eine Studienreise in die Toskana, bei der es vermutlich nicht um den letzten Stand des Eisenbahn-Hochbaus geht.

- Obwohl Klingholz 1893/1895 bereits als stellvertretender Baudirektor bei der kaiserlichen Verwaltung in Deutsch-Ostafrika arbeitet, verharrt er später anscheinend bis 1901 unverändert im Dienstrang des "Regierungsbaumeisters" – unter Umständen hängt das auch mit der unterschiedlichen "Dienstherrschaft" (Deutsches Reich / Preußen) zusammen. 1902 wird er als "Landbauinspektor" tituliert.

- Die Zusammenarbeit Klingholz' mit dem Regierungsbaumeister / Landbauinspektor Karl / Carl / C. Cornelius in Berlin (vgl. Werk) ist auch durch eine gemeinsame Wettbewerbs-Teilnahme im Jahr 1901 belegbar.
 
 

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Werk:
(unvollständig, vgl. http://www.klingholz.homepage.t-online.de/Pages/FritzKlingholzsen.html)


(zum Hauptbahnhof Düsseldorf vgl. oben)

 

1895-1903
Erweiterung des Stettiner Bahnhofs in Berlin
(mit Karl Cornelius)

 

1896
Wettbewerbsentwurf für das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

 

1896
S-Bahn-Station Ebersstraße (später: Bahnhof Innsbrucker Platz) in Berlin-Schöneberg

 

1897-1898
S-Bahn-Station Putlitzstraße (später: Bahnhof Westhafen) in Berlin-Moabit (Stadtbezirk Tiergarten)
(Zuschreibung nicht eindeutig geklärt)

 

1897-1906
Hauptbahnhof Wiesbaden
(Leitung: Alexander Rüdell, Bearbeitung (nach Klingholz' Ausscheiden?) durch Landbauinspektor Cornelius)

 

1899(?)
Wettbewerbsentwurf für ein Ministerialgebäude in Rudolstadt (Thüringen)

 

1899-1902
S-Bahn-Station Sadowa (seit 1929: Bahnhof Wuhlheide) in Berlin-Wuhlheide (Stadtbezirk Köpenick)
(Vorentwurf von Alexander Rüdell und Klingholz, Bearbeitung und Ausführung durch Regierungsbaumeister Karl Cornelius)

 

1899-1902
Hauptbahnhof Koblenz
(andere Projekt-Beteiligte: Paul Thoemer(?), Alexander Rüdell und Carl Biecker)

 

1900-1902
Hauptbahnhof Essen
(unter Leitung von Alexander Rüdell; Mitarbeiter: Hamm(?); Mitarbeiter (evt. verkehrstechnische Planung?) von Paul Karsch)

 

1901
Wettbewerbsentwurf für den Hauptbahnhof in Hamburg
(Ankauf)

 

1901-1904
Bahnhof Worms
(Vorentwurf von Stadtbaurat a.D. Karl Hofmann; Überarbeitung durch Klingholz; Leitung: Alexander Rüdell; Ausführungsplanung: Regierungsbaumeister Erbe und Landbauinspektor Martin Herrmann (Innenarchitektur); Mitarbeiter: Panthel, Keding; Bildhauer: Vlasdeck)

 

1902
Wettbewerbsentwurf für den Hauptbahnhof in Metz
(1. Preis)

 

1902
"Pavillon der Staatseisenbahn"
(Ausstellung der Königlich Preußischen Eisenbahndirektionen Köln, Elberfeld und Essen?),
auf der Rheinisch-Westfälischen Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf 1902
(mit Alexander Rüdell und Friedrich Mettegang(?))

 

1902
Bahnhof Bad Kreuznach

 

vor 1905
kaiserlicher Pavillon des Bahnhofes Cadinen (Westpreußen)

 

1906-1908
Hauptbahnhof Lübeck
(in Zusammenarbeit mit dem Architekten Willi Glogner (Lübeck))

 

1907
Wettbewerbsentwurf für den hauptbahnhof in Darmstadt
(prämiert mit einem von zwei zweiten Preisen)

 

1911-1913 (?)
Bahnhof Travemünde-Strand

 

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Literatur:

 

Deutsche Bauzeitung 43.1909, Nr. 56 (14.07.1909), Beilage Nr. 28, S. 111 (Rubrik "Personal-Nachrichten")

 

Gast, Paul (Hrsg.):
Die Technische Hochschule zu Aachen 1870-1920.
Aachen: La Ruelle, 1921.

 

Schulz, Bruno:
Fritz Klingholz †.
in: Deutsche Bauzeitung 55.1921, Nr. 65 (17.08.1921), S. 290-291

 

Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.):
Anlagen und Bauten für den Verkehr, (2) Fernverkehr.
[Berlin und seine Bauten, Teil X, Bd. B.]
Berlin: Ernst & Sohn, 1984.
ISBN 3-433-00945-7

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Kontakt:
Ihre Fragen, Hinweise und Anregungen zu Person und Werk von Fritz Klingholz
richten Sie bitte an den Webmaster der site www.klingholz.com,
oder mailen sie an: ub @ kmkbuecholdt .de

 

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