Ulrich Bücholdt

Wirtschafts-, Bau- und Architekturhistoriker (M.A.)
dwb – GWWG

 

 

Duraluminium
[Dur-Aluminium]
Produktname / Handelsmarke einer Aluminiumlegierung
entwickelt 1906, als Warenzeichen eingetragen seit 1909

 

Diese Aluminiumlegierung wurde 1906 von Alfred Wilm entwickelt und zeitgenössisch auch als "selbsttätige Veredelung" angepriesen. Ein Warenzeichenschutz bestand seit Oktober 1909.

 

Zusammensetzung: Aluminium, Kupfer, sowie geringe Mengen von Mangan, Magnesium und Silizium.

Nach dem Zuschlag der letztgenannten Komponenten erfolgte eine Erhitzung auf 500°C und anschließendes Abschrecken, binnen fünf Tagen stieg die Festigkeit um über 100%.
(nach einer zeitgenössischen Beschreibung)

 

Die Lizenz(en) für Großbritannien, Frankreich, Ungarn, Italien und Polen erwarb 1910 die britische Firma Vickers, während die Dürener Metallwerke AG für Deutschland, Skandinavien, die Niederlande, Belgien und die Schweiz produzierte. Obwohl der Werkstoff bald erste Weiterentwicklungen erfuhr, wurde er außerhalb Deutschlands insgesamt nur zögerlich angenommen – auch nachdem bei Kriegsausbruch 1914 der rechtliche Schutz für das Ausland praktisch erloschen war.
Seit 1914 war Duraluminium ausschließlicher Baustoff für die Traggerüste der deutschen Zeppeline, in Düren wurden ca. 825 t pro Jahr hergestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Duraluminium beispielsweise für Fahrradrahmen und Weberschiffchen verwendet, auch im Schiffbau kam es für Spantengerüste (bei Holzbeplankung) zum Einsatz (wofür mir aber bislang keine konkreten Beispiele bekannt sind).

 

 

Text: © 2003 by Ulrich Bücholdt

 

 

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